Bitcoins kaufen – kurze Anleitung

Bitcoins sind das neue Gold. Jeder spricht davon, der Kurs scheint nur den Weg nach oben zu kennen und so kommt man schnell auf die Idee, selbst zu investieren. Bitcoins sind aber eine volatile Geldanlage. Das solltest du vor dem ersten Kauf verinnerlicht haben. Der Kurs kann binnen weniger Stunden um 10 oder 20 Prozent fallen. Sie sind – momentan – eher ein Spekulationsobjekt. Bei Erfolg bieten sie dir aber eine deutlich höhere Rendite als viele andere Geldanlagen.

Du bist dir ganz sicher? Du willst in Bitcoins investieren? Du kennst alle Vor- und Nachteile? Dann kann es jetzt wirklich losgehen. Wie genau du Bitcoins online kaufen kannst, verraten wir dir in dieser kurzen Anleitung.

Die erste Frage ist gleich eine der entscheidendsten.

Wahrscheinlich hast du schon gegoogelt, um zu sehen, welche Plattform seriös ist, um Bitcoins zu kaufen. Doch wer ganz oben rankt, der hat in gute Suchmaschinenoptimierung investiert und ist nicht etwa dort, weil er der Seriöseste ist.
Deine ersten Bitcoins kannst du übrigens nicht nur über eine Börse erwerben. Du kannst sie dir auch bei einem Freund kaufen. Wenn du niemanden kennst, dann bleibt dir nur der Weg über einen Händler (Börse). Einen möglichst Vertrauensvollen. Bitcoin.de oder Coinbase.com ist so ein Händler. Sie arbeiten eng mit der Fidor-Bank zusammen und nehmen regelmäßig an Sicherheits-Audits teil. Entsprechend gut ist ihr Ruf in der Branche. Auch wenn die Zusammenarbeit mit einer Bank den Gedanken nahe legt, kein Händler verfügt über eine Einlagesicherung, wie es bei Banken üblich ist. Geht der Händler also in die Insolvenz, bist du deine Bitcoins los. Jedenfalls, wenn du sie nicht vorher in ein sicheres Wallet übernommen hast. Alle Händler finanzieren sich über eine Provision von dir. Du zahlst also zum Kaufpreis etwa 0,5 % Gebühren an den Dienstleister. Der Verkäufer zahlt ebenfalls Gebühren in gleicher Höhe.

Was brauche ich um Bitcoins zu kaufen (PC, Online Banking etc.)?

Zunächst geht es darum, was du an Hardware und Software benötigst. In erster Linie brauchst du einen Rechner, einen Account bei bitcoin.de oder anderen Anbieter, um Bitcoins zu kaufen. Schlussendlich wäre die Möglichkeit des Onlinebankings bei deiner Hausbank nicht schlecht. Zumindest geht das so schneller und du kannst direkt per SEPA-ÜBERWEISUNG (oder Kreditkarte) Bitcoins kaufen. Allerdings, und das ist jetzt super wichtig: Du solltest deine gekauften Bitcoins nie in deinem Wallet lassen. Die Gefahr, dass der Anbieter gehackt wird, ist groß und deine Bitcoins sind so nicht sicher. Eine Versicherung, die bei Verlust Ersatz stellt, gibt es nicht. Größere Mengen Bitcoins solltest du beispielsweise in ein Paper Wallet transferieren oder zumindest auf einer anderen sicheren Wallet gelagert haben. So können diese nie von jemand anders gestohlen werden!  Was das ist und wie das geht, erfährst du weiter unten.

So kaufst du deine Bitcoins

Nachdem du dir ein Konto bei einem serösen Händler eröffnet hast, verbindest du dein privates Girokonto oder Kreditkarte damit. Wenn du ein Konto bei der Fidor-Bank hast, entfällt bei bitcoin.de die Verifikation. Ansonsten durchläufst du den Prozess einer Sofortüberweisung oder aber, du benutzt deine Kredikarte. Der Vorteil hierbei ist, dass du direkt deine Bitcoins erhältst. Bei SEPA-ÜBERWEISUNG dauert dies meist 1-3 Tage. 
Wenn du verifiziert wurdest, kannst du Bitcoins in unbegrenzter Höhe erwerben (je nach Händler).  Zu deiner eigenen Sicherheit solltest du nur vollständig identifizierte Verkäufer wählen
Wenn du einen Verkäufer gefunden hast, „friert“ der Händler die Bitcoins beim Verkäufer ein und sichert sie dir dadurch. Danach werden die Bitcoins transferiert. Du überweist dafür den Kaufpreis. Anhand der Transaktions-ID bestätigst du die Überweisung. Wenn auch die Bestätigung des Verkäufers vorliegt, erhältst du deine Bitcoins. Abschließend solltest du deine Bitcoins aus dem Online-Wallet auf dein Offline-Wallet übertragen, um sie vor dem Zugriff Dritter zu schützen.

Sicherung von Bitcoins

Wie oben erwähnt, solltest du deine Bitcoins sicher aufbewahren. Ein Online-Wallet ist da nicht die beste Lösung. Ein Paper-Wallet ist die absolut sicherste Methode. Danach ein Hardware-Wallet wie z. B. TREZOR (eine Art USB Stick) oder eine Software-Wallet wie z. B. Jaxx/Exodus, die man auf den Desktop downloadet! Hierbei hast du immer die Kontrolle über den Private Key. 

Das Paper-Wallet kannst du zu Hause in einem Safe oder an einem anderen, sicheren Ort lagern. Das Paper-Wallet funktioniert, wie der Name vermuten lässt, auf Papier. Du druckst dir deinen privaten Schlüssel und die dazu passende Bitcoinadresse aus und steckst diese in einen Umschlag. Deine Bitcoins überweist du im zweiten Schritt an die Adresse, die du zuvor erzeugt hast. O. k., wir wissen, das klingt etwas abgefahren und vielleicht fühlst du dich damit gerade nicht sicher. Also erklären wir dir die Funktion des Paper-Wallets Schritt für Schritt. So kannst du dies, vielleicht mit einem kleineren Betrag, zunächst ganz in Ruhe testen.

Das Paper-Wallet

Die Grundlagen: Wenn du Bitcoins in einem Wallet hast, sind alle privaten Schlüssel gesichert. Normalerweise werden die privaten Schlüssel in Wallets verwaltet. Diese kommunizieren aber mit dem Internet und sind daher hinsichtlich Hackerangriffe nicht ganz sicher. Wenn du nun ein Paper-Wallet erstellst, wird der Private Key nicht mehr online gespeichert, sondern auf einem Blatt Papier. Du kannst ihn anschließend von deiner Festplatte löschen. Das Ergebnis ist, dass dein privater Schlüssel nicht mit dem Internet verbunden ist und somit gegen sämtliche Angriffe sicher ist.

So gehst du vor, wenn du ein Paper-Wallet erstellen willst.

Welchen Client du für dein Paper-Wallet verwendest, ist eigentlich egal. Die Hauptsache ist, du nimmst nicht das erstbeste Ergebnis, das du bei deiner Google-Suche dazu findest. Wichtig: Lade dir das Programm neu herunter. Denn ein Client, der bereits mehrfach verwendet wurde, könnte von Viren befallen sein. Hier kannst du ganz sicher gehen, indem du die Signatur des Downloads überprüfst.

So baust du das Paper-Wallet

Wenn du damit beginnst, dein Paper-Wallet zu bauen, solltest du den Kontakt zum Internet kappen. Die einzelnen Clients unterscheiden sich ein wenig voneinander.  Häufig wirst du nach dem Öffnen des Programms einen sogenannten Seed / Backup sehen. Das sind offensichtlich freie Wörter aus 10 – 12 englischen Wörtern. Dazu kommt der Private Key in einer ewig langen Zahlen-Wort Kombination.  Diese Wörter & Codes schreibst du dir auf und versteckst Sie sicher im Tresor/Schublade. 

Diesen Prozess nennt man auch kalt gespeicherte Bitcoins. Das Programm zum Erzeugen des privaten Keys hilft dir später dabei, deine “eingefrorenen” Bitcoins wieder zu reaktivieren, falls du dein Computer / Handy irgendwann abschmieren sollte. 

Dein Paper-Wallet kannst du hier erzeugen: https://www.bitaddress.org  

Ein paar Fakten rund um das Kaufen von Bitcoins

Die Bitcoin-Adresse ist wie deine “Kontonummer”. Unterscheidet sich natürlich zum Private Key. Man kann man also darauf überweisen. Aber nur Bitcoins! Den Private Key musst du in jedem Fall geheim halten. Denn dieser berechtigt dazu, die Bitcoins aus der Adresse auszugeben.

USB-Sticks und Computer können kaputtgehen oder unbemerkt manipuliert werden. Daran solltest du beim Erwerb von Bitcoins immer denken. Und zu guter Letzt: Auf blockchain.info kann man per Eingabe einer Bitcoin-Adresse jederzeit den Kontostand eines Paper-Wallets überprüfen.

 

à hier kommt dann ein Video – Online Kurs