Vor- und Nachteile der Blockchain

Überlegst du, ob die Blockchain die richtige Technologie für dich ist? Wir erklären dir hier, welche Vor- und Nachteile du kennen musst, um die richtige Entscheidung treffen zu können.

Die Blockchain ist schon heute eine der Schlüsseltechnologien in der IT. Obwohl sie einen hohen Stromverbrauch hat, überwiegen die Vorteile. So ist sie vor Manipulation und einem Ausfall absolut sicher. Doch wie läuft es eigentlich tatsächlich ab mit so einer Blockchain? Wir zeigen es hier!

Ein echter Vorteil ist die Vielfalt der Blockchain.

Vereinfacht gesagt ist die Blockchain eine Möglichkeit, Daten, Dokumente und andere Informationen zu sichern. Dabei spielt die Komplexität von Transaktionen keine Rolle. Sie kann auch verifiziert und automatisiert werden. Und hier liegt auch schon einer der größten Pluspunkte einer Blockchain. Denn die Umsetzung ist zu 100 % transparent, sicherer und vor allem auch günstiger als jede andere Methode zur Datensicherung und zum Transfer verschiedenster Daten und Dokumente. Jedes andere System muss nämlich zusätzlich gesichert werden. Es gibt zusätzliche Ausfallsicherungen sowie zusätzliche Sicherungen vor Manipulation, mit entsprechendem finanziellen Aufwand. Ein weiterer Pluspunkt: Die Anwendung dieser revolutionären Technologie ist in nahezu allen Bereichen denkbar. Die Versicherungsbranche sowie der Finanzsektor profitieren genauso davon wie der Energiebereich. Um eine Blockchain zu verwenden, braucht es keine große Infrastruktur. Somit können diese auch in Dritte-Welt-Ländern eingesetzt werden.

Begriffserklärung: Blockchain

Der Begriff Blockchain setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Der Block steht nicht nur dafür, dass Informationen in Blöcken gesammelt werden, er steht auch für die Transaktionen.

Chain steht für Kette. Denn die Chain wird an vorhergehende Kettenglieder angehängt. So ist jedes Glied der Blockchain mit dem vorherigen verbunden. Es sichert auch dessen Daten sowie alle Daten der gesamten Kette. Die Verschlüsselung sowie die Bildung werden als Mining bezeichnet. Sie sind wie eine Art Buchhalter zu verstehen. Wer den Job haben will, muss ein äußerst schweres, mathematisches Rätsel lösen. Meistens stehen grosse Firmen mit Riesen-Servern dahinter! Entlohnt wird der Miner in einer Kryptowährung seiner Wahl wie etwa Bitcoin, Dash, Ethereum usw. 

Umgesetzt wird die Blockchain in sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerken. Innerhalb der Peer, also der Gruppe, werden die Informationen verifiziert, validiert und zu Blöcken zusammengefasst. Die Verkettung erfolgt linear. Indem die Daten mehrfach in verschiedenen Blockchains gesichert werden, sind diese zu 100 % ausfallsicher. Sie könnten sogar den Ausfall mehrerer Knoten verkraften.

So funktioniert eine Blockchain

Der Ablauf einer Blockchain-Aktion lässt sich in sechs Schritten beschreiben:

1. Transaktionen. Tauschen zwei Parteien Informationen miteinander aus, wird der Vorgang digital gespeichert. Vereinfacht kannst du es dir wie das Versenden einer E-Mail vorstellen. Welche Transaktionen vorgenommen werden, ist irrelevant. Du könntest etwa Geld transferieren oder ganze Vermögenswerte. Du kannst einen Vertrag abschließen oder auch deine Krankenakte von deinem behandelnden Arzt anfordern. Auch Ehe-Urkunden könnten Bestandteil einer Transaktion sein.

2. Ein Miner prüft nach der Transaktion, ob die Parteien die entsprechenden Rechte dafür hatten. Er verifiziert die Transaktion nun. Die tatsächliche Prüfung wird zwar erst später durchgeführt, sie wird jedoch zur Prüfung augenblicklich in eine Warteschlange geschrieben. In der Warteschlange werden sogenannte Knoten gebildet. Andere Computer oder Server werden im Netzwerk eingebunden und die Transaktion so verifiziert.

3. Nach der Verifizierung werden die Transaktionen in Blöcken zusammengefasst. Jeder Block erhält einen Header. Die Transaktion selber einen Hash-Wert sowie eine Bit-Nummer. Anhand dieser beiden kann die Transaktion später identifiziert werden.

4. Bevor ein Block erzeugt werden kann, müssen die Informationen validiert werden. Dazu muss eine schwere mathematische Aufgabe gelöst werden.

5. Nun erfolgt das Mining. Dabei wird der Block erzeugt. Als Miner akzeptiert wird derjenige, der als Erster die richtige Lösung für das schwere mathematische Rätsel hat. Der Miner wird für seine Arbeit natürlich auch entlohnt. Meist in Kryptowährung.

6. Abschließend werden Kopien des Blocks im Netzwerk verteilt. Diese sind unveränderlich und unmanipulierbar.

Die Vorteile der Blockchain

Zu den wohl größten Vorteilen einer Blockchain zählt sicher ihre Manipulationssicherheit. Klassische Cloud-Technologien stehen dem Problem hilflos gegenüber. Clouds sind häufig Ziel von Hackerangriffen. Physisch können die Server durch Unwetter oder Ähnliches zerstört werden. Ist der Cloud-Anbieter pleite, sind auch deine Daten weg.

Außerdem gibt es von jeder Transaktion so viele Kopien, dass ein Ausfall oder Verlust der Daten ausgeschlossen werden kann. Ein Manipulationsversuch kann zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, jedoch verhindert werden. Denn wer nur einen einzigen Eintrag manipulieren wollen würde, müsste Milliarden dafür aufwenden. Es wäre unwirtschaftlich und verhindert damit effektiv jeden Manipulationsversuch.

Wohl einer der größten Vorteile: sicher, am sichersten, die Blockchain.

Du wirst es sicher kennen: Der Moment, in dem der Computer für immer den Geist aufgibt, oder wenn der Server, auf dem du deine Website hostest, nicht mehr erreichbar ist. Die Datenbanken können nicht mehr genutzt werden. Im besten Fall hast du eine Sicherung, fällt diese dann auch noch aus gibt’s kein zurück mehr. Dieses Problem gibt es bei der Blockchain einfach nicht. Fällt eine aus, können die übrigen weiter genutzt werden. Dank der vielen Sicherheitskopien sind deine Daten niemals unwiderruflich weg.

Daten-Analyse: kein Problem!

Neben dem Ermitteln und Sammeln von Daten kann deine Blockchain die Daten auch analysieren und auswerten. Davon profitieren natürlich vor allem große Unternehmen. Sie können Schwachstellen identifizieren und effektiv eliminieren.

Die Nachteile der Blockchain

Wenn man sich mit dem Thema Blockchain befasst, sollte man sich natürlich auch die Nachteile dieser Technologie anschauen. Die Blockchain ist ein echter Energiefresser. Sollte die Technologie in Zukunft von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung genutzt werden, würde der derzeit erzeugte Strom nicht mehr ausreichen. Entsprechend müsste der Energiesektor ausgebaut werden.

Weitere, geringere Nachteile sind die individuelle Skalierbarkeit, eine begrenzte Speicherplatzverfügbarkeit sowie das Berechtigungsmanagement.

Brauchst du eine Blockchain?

Die Beantwortung dieser Frage ist natürlich individuell. Wir haben hier in diesem Artikel versucht, alle Vor- und Nachteile darzulegen.

Die Vor- und Nachteile abschließend im Überblick

Vorteile von Blockchains:

  • Schnelle Transaktion
  • Kein dritter Intermediär nötig (Banken, Notar, Zwischenhändler etc.)
  • Geringe Kostenstruktur
  • Keine zusätzliche große Infrastruktur benötigt
  • Einfache Möglichkeit, große Datenmengen unternehmensübergreifend zu analysieren und auszuwerten

 

Nachteile von Blockchains:

  • Die Blockchain wird mit der Zeit sehr groß, was zu viel Traffic und benötigtem Speicherplatz führt.
  • Schneller Netzzugang für Implementierung nötig
  • Energiehunger
  • Einbindung in alte Legacy-Systeme teilweise schwer

 

Bevor du dir jetzt eine Blockchain zulegst, solltest du dich Folgendes fragen:

Welches Problem willst du mit einer Blockchain lösen? Bringt dir die Blockchain tatsächlich mehr Möglichkeiten als deine aktuelle Lösung?